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Seefahrtarchiv oben
1914 -1918 Jasta 11

„Nach dem ersten, zweiten oder dritten Abschuß kriegt man den Bogen langsam raus.“

Manfred von Richthofen

Gegründet am 28.09.1916 aus dem Personal der Keks 1, 2 und 3 der 4. Armee, wurde Sie erstmals eingesetzt am 11.10.1916 bei Douai, Brayelles im Bereich der 6. Armee. Ihr erster Staffelführer war Oberleutnant Rudolf Emil Lang bis zum 14. Januar, als er das Kommando über Jasta 28 bekam. Sein Nachfolger war Leutnant Manfred von Richthofen von Jasta 2 (Jasta Boelcke). Es war Richthofens Anwesenheit was später der Jasta 11 viel Ruhm und Erfolg brachte. Außerdem wurde Sie durch seinen Einsatz auch zu der Jasta die die höchste Abschußbilanz in der dt. Luftwaffe während des I. Weltkrieges vorzeigen konnte und somit wurde Sie dadurch zu einer unsterblichen Legende die eng mit dem Namen des erfolgreichsten Kampfpiloten verknüpft ist. Richthofen führte Jasta 11 bis zum 26.06.1917.

Karl Allmenröder war stellvertretender Kommandeur und so übernahm er anstelle von Richthofen das Kommando bis zu seinem Tod am 27.06.1917. Danach wurde das Kommando an Leutnant Kurt Wolff von Jasta 29 (kam am 02.05. zu dieser Einheit), früher war er schon einmal bei Jasta 11, am 02. Juli übergeben. Als dieser verwundet wurde ging das Kommando an Oberleutnant Wilhelm Reinhard bis dieser im September ebenfalls verwundet wurde. Vorübergehend wurde das Kommando dann von Leutnant Gisbert-Wilhelm Groos übernommen bis Wolff wieder am 11. September zurückkam. Vier Tage später wurde aber Wolff getötet und so wurde das Kommando von Lothar von Richthofen übernommen bis dieser am 13. März 1918 verwundet wurde.

Während dieser Zeit wurde Jasta 11 ein Teil des Jagdgeschwaders I, Richthofens Fliegender Zirkus (Jasta 4, 6, 10 und 11), und vom November 1917 bis zum Ende des Krieges wurde Sie konstant zu den heißesten Plätzen der Front verlegt und arbeitet erfolgreich mit der 4, 2, 7 und 5 Armee zusammen. Manfred von Richthofen führte das JG 1 bis zu seinem Tod am 21.04.1918 und sein Platz nahm danach Willi Reinhard bis zum 03.07.1918 ein. Vom 06.07.1918 bis zum Ende des Krieges wurde das Kommando von Oberleutnant Hermann Göring, mit seinen Stellvertretern Ernst Udet, Löwenhardt und Erich von Wedel, ausgeübt.

In der Zwischenzeit übernahmen im Jasta 11 verschiedene Personen, wie Groos, von der Osten, Udet, Weiss, von Wedel, Mohnicke und sogar Wolfram von Richthofen, das Kommando während Lothars Abwesenheit von der Front. Der letzte Staffelführer war Oberleutnant Erich Rüdiger von Wedel vom 08.09.1918 bis zum Waffenstillstand. In der zweiten Woche des Novembers 1918 wurde Jasta 11 in Tellancourt mitgeteilt, daß seine Auflösung für den 16. in Darmstadt bei der FEA 9 geplant war. Es hatte bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt eine Abschußbilanz von 350 Siegen (die Kommandeure des JG 1 sind mitgerechnet) erreicht.

Manfred von Richthofen hatte den ersten Sieg am 23.01.1917, Emil Karl Schäfer den 100. Sieg am 23. April, von der Osten den 200. am 17. August, Hans Wolff den 250. am 02. April 1918, Mohnicke den 300. am 28. Juni und von Wedel den letzten und 350. am 05.11.1918. Die Jasta 11 verlor während ihres Einsatzzeitraumes 17 Piloten im Einsatz, zwei wurden gefangen, 19 verwundet, zusammen mit denen die mehrmals verwundet wurden, und zwei wurden bei Unfällen getötet.

Albatros D Va mit typische Standardlackierung (Aufn. National Air and Space Museum - J.H.)

Nachbau Fokker D VIII (Pixabay)

Fokker Dr. 1 (Nachbau - auf der Hahnweide 2005 - eigene Aufn.) - Manfred von Richthofen flog diesen Flugzeugtyp in ähnliche Farbgebung (siehe Anmerkungen unten).

Seitenansicht Fokker Dr. 1

Fokker Dr. 1 (Nachbau auf der Hahnweide 2003 eigene Aufn.)

Anmerkung: Die Farbgebung stellt keine von Richthofen geflogenen Maschine dar. Sie entspricht eher der Maschine mit der Seriennummer: 141/17 aus dem Frühjahr 1918. Richthofens Maschine hatte aber eine rote Motorabdeckung (keine weiße)!

Anmerkung zu der Farbgebung des von Richthofen geflogenen letzten Dreideckers mit der Seriennummer 425/17. Ende März 1918 wies die Maschine noch "Eiserne Kreuze" mit weißer Umrandung (ähnlich siehe obere Bilder - allerdings mit weißem Leitwerk) auf. Im April 1918 wurde die Kreuze durch sog. Balkenkreuze mit weißer Umrandung ersetzt (neues offizielles Hoheitszeichen - der Befehl wurde am 17.03.1918 an die Fliegertruppe erteilt). 

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Kommandierende Offiziere:

Oblt Rudolf Emil Lang

11.10.16 – 14.01.17

Ltn M. v. Richthofen

15.01.17 – 01.03.17

Ltn L. v. Richthofen

01.05.17 – 13.05.17

Ltn Karl Allmenröder

13.05.17 – 15.06.17

Oblt M. v. Richthofen

15.06.17 – 26.06.17

Ltn Karl Allmenröder

26.06.17 – 27.06.17

Ltn Kurt Wolff

28.06.17 – 11.07.17

Oblt Wilhelm Reinhard

11.07.17 – 04.09.17

Ltn Gibert-Wilhelm Groos

04.09.17 – 11.09.17

Oblt Kurt Wolff

11.09.17 – 15.09.17

Ltn Gibert-Wilhelm Groos

15.09.17 – 25.09.17

Ltn L. v. Richthofen

25.09.17 – 19.01.18

Ltn Hans-Georg v. d. Osten

19.01.18 – 16.02.18

Ltn L. v. Richthofen

16.02.18 – 13.03.18

Ltn Otto v. Breiten-Landenberg

13.03.18 – 25.05.18

Ltn Ernst Udet

25.05.18 – 08.04.18

Ltn Hans Weiss

08.04.18 – 02.05.18

Ltn Eberhard Mohnicke

02.05.18 – 19.07.18

Ltn L. v. Richthofen

19.07.18 – 26.07.18

Oblt Erich Rüdiger v. Wedel

26.07.18 – 14.08.18

Ltn Eberhardt Mohnicke

14.08.18 – 26.08.18

Ltn Wolfram v. Richthofen

26.08.18 – 30.08.18

Oblt Erich Rüdiger v. Wedel

31.08.18 – 02.09.18

Ltn Eberhardt Mohnicke

02.09.18 – 04.09.18

Oblt Erich Rüdiger v. Wedel

04.09.18 – 22.10.18

Lt Egon Koepsch

22.10.18 – 04.11.18

Oblt Erich Rüdiger v. Wedel

04.11.18 – 11.11.18

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